Verantwortungsvolles Spielen: Sicherheit, Prävention und Spielerschutz
Glücksspiel ist eine Form der Unterhaltung, die seit Jahrhunderten existiert. Doch wie bei vielen Dingen im Leben, die Spaß machen, kommt es auch hier auf das richtige Maß an. Für uns steht der Mensch im Mittelpunkt, nicht der Umsatz. Deshalb ist der Spielerschutz keine gesetzliche Pflichtübung, sondern ein zentraler Bestandteil unserer Philosophie.
Glücksspiel kann süchtig machen
Wir sind uns bewusst, dass die Teilnahme an Glücksspielen finanzielle und soziale Risiken bergen kann. Aus diesem Grund möchten wir Sie nicht nur über diese Gefahren aufklären, sondern Ihnen auch wirksame Werkzeuge und Strategien an die Hand geben, mit denen Sie die Kontrolle behalten. Unser Ziel ist es, eine sichere Umgebung zu schaffen, in der das Spiel ein Spiel bleibt und nicht zum Problem wird.
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Auf dieser Seite finden Sie umfassende Informationen zu Präventionsmaßnahmen, technischen Hilfsmitteln zur Selbstbeschränkung, dem OASIS-Sperrsystem sowie Kontaktadressen zu professionellen Beratungsstellen in Deutschland. Bitte nehmen Sie sich die Zeit, diese Informationen aufmerksam zu lesen.
Grundsätze für ein sicheres Spielverhalten
Prävention beginnt im Kopf. Bevor Sie den ersten Einsatz tätigen, sollten Sie sich über Ihre Motivation und Ihre Grenzen im Klaren sein. Verantwortungsvolles Spielen bedeutet, informierte Entscheidungen zu treffen und das eigene Verhalten kritisch zu hinterfragen.
Hier sind essenzielle Verhaltensregeln, die jeder Spieler beherzigen sollte:
Das Spiel ist keine Einnahmequelle
Betrachten Sie Glücksspiel niemals als Möglichkeit, schnell Geld zu verdienen oder finanzielle Probleme zu lösen. Die Gewinnwahrscheinlichkeiten sind immer zugunsten des Anbieters ausgelegt. Sehen Sie Einsätze als „Kosten für Unterhaltung" an – ähnlich wie bei einem Kinobesuch oder einem Restaurantessen.
Nur mit freiem Kapital spielen
Spielen Sie ausschließlich mit Geld, dessen Verlust Sie sich problemlos leisten können. Nutzen Sie niemals Geld, das für Miete, Lebensmittel, Rechnungen oder Rücklagen bestimmt ist. Wenn das Geld weg ist, ist das Spiel vorbei.
Verlusten nicht hinterherjagen
Einer der häufigsten Fehler ist der Versuch, verlorenes Geld durch höhere Einsätze schnell wiederzugewinnen (das sogenannte „Chasing"). Dies führt fast immer zu noch größeren Verlusten und einer Spirale, die schwer zu durchbrechen ist. Akzeptieren Sie Verluste als Teil des Spiels.
Klarer Kopf ist Pflicht
Spielen Sie niemals unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder starken Medikamenten. Auch in emotional extremen Zuständen – sei es große Trauer, Wut oder Depression – sollten Sie das Glücksspiel meiden, da Ihre Urteilsfähigkeit in diesen Momenten eingeschränkt ist.
Zeitmanagement
Setzen Sie sich nicht nur finanzielle, sondern auch zeitliche Limits. Das Glücksspiel sollte nur einen kleinen Teil Ihrer Freizeit einnehmen und nicht andere Hobbys, soziale Kontakte oder berufliche Pflichten verdrängen.
Warnsignale: Wann wird es kritisch?
Spielsucht entwickelt sich oft schleichend. Es ist selten ein einzelnes Ereignis, sondern ein Prozess, bei dem das Glücksspiel immer mehr Raum im Leben einnimmt. Es erfordert Mut und Ehrlichkeit, sich einzugestehen, dass man die Kontrolle verliert.
Achten Sie auf die folgenden Warnzeichen bei sich selbst oder anderen:
Gedankliche Vereinnahmung: Ihre Gedanken kreisen ständig um das nächste Spiel, vergangene Gewinne oder die Beschaffung von Spielkapital.
Dosissteigerung: Sie müssen immer höhere Beträge setzen, um die gleiche Spannung oder Erregung zu verspüren.
Entzugserscheinungen: Wenn Sie nicht spielen können oder versuchen, das Spielen einzuschränken, reagieren Sie gereizt, unruhig oder ängstlich.
Realitätsflucht: Sie nutzen das Glücksspiel, um Problemen im Alltag auszuweichen oder negativen Gefühlen wie Hilflosigkeit, Schuld oder Angst zu entkommen.
Verheimlichung: Sie lügen Familienmitglieder oder Therapeuten an, um das Ausmaß Ihres Spielverhaltens zu vertuschen.
Gefährdung sozialer Bindungen: Wichtige Beziehungen, der Arbeitsplatz oder Bildungschancen werden wegen des Spielens vernachlässigt oder gefährdet.
Finanzielle Abhängigkeit („Bailout"): Sie verlassen sich darauf, dass andere Ihnen Geld leihen, um Ihre Spielschulden zu begleichen oder Ihre finanzielle Notlage zu lindern.
Kontrollverlust: Mehrfache Versuche, das Spielen zu kontrollieren, einzuschränken oder ganz aufzugeben, sind gescheitert.
Illegale Handlungen: Sie haben bereits darüber nachgedacht oder Handlungen begangen, um sich auf illegale Weise Geld für das Spiel zu beschaffen.
Weiter-Spielen trotz Konsequenzen: Sie setzen das Spiel fort, obwohl Sie bereits wissen, dass es Ihnen psychisch, physisch oder finanziell schadet.
Sollten Sie sich in einem oder mehreren dieser Punkte wiedererkennen, empfehlen wir dringend, sofort eine Spielpause einzulegen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Das OASIS-Sperrsystem: Der wichtigste Schutzmechanismus
In Deutschland sind alle lizenzierten Glücksspielanbieter gesetzlich an das zentrale Sperrsystem OASIS (Onlineabfrage Spielerstatus) angeschlossen. Dies ist eine der wichtigsten Säulen des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021) zum Schutz der Spieler.
Was bedeutet OASIS?
OASIS ist eine bundesweite Datenbank. Wenn ein Spieler in diesem System gesperrt ist, darf er an keinem öffentlichen Glücksspiel in Deutschland mehr teilnehmen. Dies gilt anbieterübergreifend – sowohl online als auch in stationären Spielhallen, Casinos oder Wettbüros.
Arten der Sperre
Selbstsperre
Sie können sich selbst jederzeit sperren lassen. Dies ist ein bewusster Schritt zum Selbstschutz. Die Mindestdauer einer Selbstsperre beträgt 3 Monate. Wenn keine Dauer angegeben wird, beträgt sie standardmäßig ein Jahr.
Fremdsperre
Auch Dritte (z. B. Angehörige oder die Glücksspielanbieter selbst) können eine Sperre beantragen, wenn sie aufgrund konkreter Anhaltspunkte annehmen, dass ein Spieler spielsuchtgefährdet oder überschuldet ist. Vor Eintragung einer Fremdsperre erhält der betroffene Spieler Gelegenheit zur Stellungnahme.
Wie funktioniert die Aufhebung?
Wichtig zu wissen: Eine Sperre endet niemals automatisch. Nach Ablauf der Mindestdauer muss ein schriftlicher Antrag auf Aufhebung der Sperre beim Regierungspräsidium Darmstadt gestellt werden. Dies dient als zusätzliche Sicherheitshürde, um impulsive Rückfälle zu vermeiden.
Weitere Informationen und Formulare finden Sie direkt unter: www.oasis-spiel.de
Technische Werkzeuge zur Selbstkontrolle
Gemäß den deutschen Regularien und unserem Anspruch an Spielerschutz bieten wir Ihnen diverse technische Möglichkeiten, Ihr Spielverhalten aktiv zu steuern. Wir empfehlen jedem Spieler, diese Tools bereits bei der Registrierung zu nutzen, nicht erst, wenn Probleme auftreten.
Einzahlungslimits
Legen Sie fest, wie viel Geld Sie maximal pro Tag, Woche oder Monat auf Ihr Spielkonto einzahlen können. In Deutschland gilt generell ein anbieterübergreifendes monatliches Einzahlungslimit (LUGAS), doch Sie können für sich persönlich niedrigere Grenzen setzen.
Verlustlimits
Ein Verlustlimit beschränkt den Betrag, den Sie in einem bestimmten Zeitraum verlieren können. Gewinne werden dabei oft gegengerechnet. Dies schützt Ihr Kapital effektiver als reine Umsatzlimits.
Zeitlimits (Sitzungslimit)
Bestimmen Sie, wie viele Stunden Sie maximal pro Tag auf der Plattform eingeloggt sein dürfen. Nach Ablauf der Zeit werden Sie automatisch ausgeloggt.
Der Panik-Button
Auf unserer Seite finden Sie jederzeit gut sichtbar den „Panik-Button". Ein Klick darauf löst sofort eine kurzzeitige Sperre von 24 Stunden aus. Dies dient als „Notbremse", wenn Sie merken, dass Sie in einer Spielsession die Kontrolle verlieren oder sich emotional übersteigert fühlen.
Reality Check
In regelmäßigen Abständen wird Ihr Spiel unterbrochen, um Ihnen eine Zusammenfassung Ihrer aktuellen Session anzuzeigen (Dauer, Gewinne, Verluste). Sie müssen diese Meldung aktiv bestätigen, um fortzufahren. Dies reißt Sie aus dem „Tunnelblick" und fördert die Reflexion.
Professionelle Hilfe und Beratungsstellen
Es ist kein Zeichen von Schwäche, sich Hilfe zu suchen, sondern ein Zeichen von Stärke und Verantwortung. In Deutschland gibt es ein hervorragendes Netzwerk an kostenlosen, anonymen und professionellen Beratungsstellen. Die Berater unterliegen der Schweigepflicht.
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Die BZgA bietet umfassende Informationen und ein Beratungstelefon zur Glücksspielsucht.
Sollten Sie unsicher sein, wen Sie kontaktieren sollen: Der Anruf bei der BZgA-Hotline ist der beste erste Schritt.
Informationen für Angehörige und Freunde
Spielsucht ist eine Krankheit, die nicht nur den Spieler betrifft, sondern das gesamte soziale Umfeld belastet. Partner, Kinder, Eltern und Freunde leiden oft massiv unter den Folgen.
Wie erkenne ich ein Problem?
Achten Sie auf Stimmungsschwankungen, unerklärliche Geldnot, Geheimniskrämerei oder den Rückzug aus gemeinsamen Aktivitäten. Oft verschwinden Wertsachen oder das Haushaltsgeld reicht plötzlich nicht mehr.
Das richtige Gespräch suchen
Vermeiden Sie Vorwürfe in Momenten akuter Krisen. Suchen Sie das Gespräch in einer ruhigen Minute. Schildern Sie Ihre Beobachtungen aus der Ich-Perspektive („Ich mache mir Sorgen, weil..." statt „Du bist süchtig...").
Co-Abhängigkeit vermeiden
Es ist ein natürlicher Impuls, helfen zu wollen. Doch das Begleichen von Schulden oder das Lügen für den Spieler (z. B. beim Arbeitgeber) verlängert die Sucht oft nur. Man nennt dies „Co-Abhängigkeit". Die wirksamste Hilfe ist oft, den Spieler mit den Konsequenzen seines Handelns zu konfrontieren und professionelle Hilfe zur Bedingung für weitere Unterstützung zu machen.
Auch für Angehörige gibt es Hilfe. Die oben genannten Beratungsstellen (BZgA, Check dein Spiel) bieten spezielle Sprechstunden und Gruppen für Angehörige an. Nutzen Sie diese Angebote, um sich selbst zu schützen.
Jugendschutz: Kein Spiel unter 18 Jahren
Der Schutz Minderjähriger hat in Deutschland oberste Priorität. Die Teilnahme an Glücksspielen ist Personen unter 18 Jahren gesetzlich streng verboten.
Wir setzen modernste Verifizierungsverfahren ein, um sicherzustellen, dass sich keine Minderjährigen auf unserer Plattform registrieren. Wir behalten uns das Recht vor, von jedem Kunden einen Altersnachweis zu verlangen und Konten zu sperren, bis dieser Nachweis erbracht ist.
Eltern tragen Mitverantwortung
Wenn Minderjährige in Ihrem Haushalt leben, bitten wir Sie um folgende Vorsichtsmaßnahmen:
Lassen Sie Ihren Computer oder Ihr Mobilgerät nie unbeaufsichtigt, wenn Sie in Ihrem Spielkonto eingeloggt sind.
Nutzen Sie Kinderschutzsoftware (z. B. Net Nanny, Cybersitter), um den Zugriff auf Glücksspielseiten zu blockieren.
Speichern Sie Ihre Zugangsdaten und Passwörter nicht automatisch im Browser.
Klären Sie Ihre Kinder frühzeitig über die Risiken von Glücksspiel auf.
Rechtlicher Rahmen
Unser Angebot richtet sich streng nach den Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021). Als lizenzierter Anbieter sind wir verpflichtet, hohe Standards im Bereich Spielerschutz, Suchtprävention und Betrugsbekämpfung einzuhalten. Dazu gehören die Anbindung an die OASIS-Sperrdatei, das LUGAS-Limit-System sowie regelmäßige Schulungen unserer Mitarbeiter zur Früherkennung von problematischem Spielverhalten. Wir kooperieren eng mit den Aufsichtsbehörden, um ein sicheres und legales Spielumfeld zu gewährleisten.
Abschließender Hinweis
Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst.
Wenn Sie das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren, zögern Sie nicht. Nutzen Sie die Sperrmöglichkeiten oder rufen Sie die kostenlose Hotline der BZgA unter 0800 1 37 27 00 an. Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden sind wichtiger als jeder Gewinn.